Freiraumstrukturen in Kurorten – Entstehung und Entwicklung eines bisher wenig beachteten Anlagentypus
Vortrag von Malte von Holten, wissenschaftlicher Volontär in der Gartenabteilung der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin Brandenburg
Dienstag, 3. Februar 2026, 18 Uhr
Deutsche Gartenbaubibliothek e.V. c/o Universitätsbibliothek der TU Berlin, Raum BIB 014, Fasanenstraße 88, 10623 Berlin
Wir bitten um Ihre Anmeldung bis zum 27. Januar 2026.
Bad Ems
Kurorte und ihre Freiräume stellen einen wesentlichen Teil der mitteleuropäischen Kulturlandschaften dar. In vielen Regionen lässt sich zudem eine deutliche Konzentration von Kurorten feststellen, wobei dies häufig auf die entsprechenden geologischen Eigenheiten und die Vielzahl der hieraus resultierenden mineralischen Quellen zurückzuführen ist. Nachdem das Thema ‘Kurpark‘ sowohl innerhalb der gartenhistorischen Forschung, als auch innerhalb der Professionsgeschichte der Landschaftsarchitektur, lange Zeit keine wesentliche Rolle gespielt hat, erfuhr dieses in den vergangenen Jahren eine erhöhte Aufmerksamkeit, da sich im Jahre 2019 diverse Kurorte bei der UNESCO im Rahmen eines transnationalen Antrages um den Status eines Welterbes bewarben. Schlussendlich stehen die ‘Bedeutenden Kurstädte Europas‘ (The Great Spa Towns of Europe) seit Juli 2021 auf der Welterbe-Liste der UNESCO.
Der Vortrag unter dem Titel ‘Freiraumstrukturen in Kurorten‘ vermittelt einige allgemeine Aspekte zur vielschichtigen und komplexen Entwicklung des Kurwesens, welche als ein bedeutender Aspekt der europäischen Kulturgeschichte anzusehen ist. Darüber hinaus wird in diesem Zusammenhang herausgestellt, welche elementare Rolle der therapeutischen Nutzung von (Heil)Wasser bei der Entwicklung des Freiraumes in unterschiedlichen Phasen beigemessen werden muss.
Aufbauend hierauf erläutert der Vortrag anschließend anhand von ausgewählten Beispielen die historischen Ursprünge der kurspezifischen Freiräume Mitteleuropas. Neben Erörterungen zur allgemeinen Entstehungs- und Entwicklungsgeschichte werden auch entsprechende Querbezüge zu den Moden der damaligen Gartenkunst hergestellt.
Bitte beachten Sie: Zu allen Vorträgen sind uns Gäste herzlich willkommen. Alle Exkursionen sind den Mitgliedern vorbehalten.